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| Martini beschloss die Stadt aus dem Süden darzustellen, deswegen hatte er sich auf dem Weg, der von der Obere-Matte (Planche-Supérieure) zum Bürglentor (la porte de Bourguillon), nicht weit weg von der aktuellen Lorette Kapelle, platziert. Er machte Skizzen und begab er sich vor Ort, um die Genauigkeit seiner Arbeiten zu prüfen. Danach zog er sich, in seiner Werkstatt, zurück und übertrug die Frucht seiner Arbeit auf die Kupferplatten.
Martini benutzte eine wohlbekannte Technik, der Kupferstich, für diese Arbeit. Die Bilder und Texte wurden "spiegelverkehrt" in die Platten graviert. Wir wissen nicht, ob er einen Spiegel benutzte, oder ob er geschickt genug war, ohne dieses Zubehör zu arbeiten. In Anbetracht einige geringfügige Fehler bei Türen oder in Texten neigt man eher für die zweite Variante, das heißt, ausgeführt ohne Spiegel! Das Gravieren ist auf 8 Kupferplatten und misst insgesamt 86 x 156 cm.
Was in dieser Gravur am meisten auffällt ist das Missverhältnis des Turmes der St-Nikolaus Kathedrale. Man darf nicht vergessen, dass in der Zeit als der Plan erstellt wurde, es üblich war, Hauptbauten hervor zu heben. Im "katholischen" Freiburg war es nicht anderes, in einer Zeit als die Religion eine Hauptrolle im Leben der Bürger spielte, hatte dieses Symbol den höchsten Stellenwert.
Eine andere Bemerkenswürdigkeit, die man auch auf diesem Plan sehen kann, sind die übertriebene Breiten der Strassen. Durchaus von Martini gewollt, damit man die Südfassaden und teilweise die Ost- und Westfassaden in ihrer Gesamtheit sehen kann. Es ist eine Konzession, die man nicht von einem Architekten oder Ingenieur erwartet, aber von einem Künstler akzeptiert. Das gleiche gilt für die Perspektiven, die manchmal widersprüchlich und nicht immer plausible sind; Martini wollte seinen Plan besonders übersichtlich gestalten." Frima 1606, Dec.2001 |